Religionen der Welt II: Der Sockenpapst

Im Rahmen eines ökumenischen Bloggertreffens erhielt ich in meiner offiziellen Funktion als Sekretär des Weltraumpapstes letzten Donnerstag eine Audienz bei Sockenpapst Cordinka I.

Ich hatte schon 7 Jahre zuvor Kontakt zu seiner Heiligkeit Cordinka geknüpft, nachdem ich sie auf der Plattform der Geschlechterökumene “love.at” kennen gelernt habe. Bereits damals hatte sie dieses schwere Amt von ihrem charismatischen Vorgänger übernommen, der hier in einem von Altmeister Rubinowitz inspirierten und von Meisteranwärterin Minkasia neuinterpretiertem Porträt abgebildet wurde:

Sockenpapst von Tex Rubinowitz

Das religiöse Gipfeltreffen war gekennzeichnet von tiefem Respekt dem lächerlichen Glaubensbekenntnis des jeweils Anderen gegenüber. Man tauschte sich aus über die Effizenz verschiedenster Inquisitionsverhörmethoden (soft cushions, comfy chair, etc.), man besuchte eine
avantgardistische Gartenschau im Wiener Stadtpark und ich empfing den traditionellen Donnerstagssegen des Sockenpapstes.

Sockenpapst Cordinka I.

Davor kam es noch zur Aufdeckung einer Spitzelaffäre: Offenbar ließ die schwarz-bunte Regierung unter Vizekanzler Schüssel die Teilnehmer des sakralen Treffens durch die Polizei beschatten, denn just in dem Moment, als Cordinka I. für ein Fotoshooting unter der Absperrung eines historischen Gebäudes durchgeklettert war, tauchte urplötzlich ein Exekutivbeamter in Zivil auf, um sie unter Vorhaltung eines Ausweises zur Unterlassung aufzufordern.

Ich hielt das Kärtchen zuerst für eine YPS Detektivausweis, was mir natürlich gehörig Respekt einflößte. Cordinka I., die das Dokument genauer in Anschein nehmen konnte, wies mich dann aber darauf hin, dass es sich nur um einen gewöhnlichen Dienstausweis der Polizei handelte. Von solchen Lakaien der jämmerlichen Saatsmacht ging natürlich keine nennenswerte Gefahr aus, da sie weder mit YPS Periskop, noch scharf abgerichteten Urzeitkrebsen ausgerüstet sind.

So konnten sich die Kirchenfürsten unbesorgt dem nächsten Tagesordnungspunkt widmen – der Ausübung von Schelmenstreichen im Stephansdom:

Sockenpapst im Stephansdom
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10 Antworten auf Religionen der Welt II: Der Sockenpapst

  1. lonesome sagt:

    Ihr seid echt die Besten! *ROFL*

  2. Oh, danke Frau Lonesome! Fühlen Sie sich gesegnet!

  3. Cordinka sagt:

    Ja, da muss ich mich gleich dem Dank anschließen und sende auch gleich Segnungen mit – Mögen Ihre Socken farbecht und lochfrei bleiben, Frau Lonesome!

  4. Minkasia sagt:

    Wie schön, wenn sich die Religionen treffen und mal miteinander plaudern, das ist doch gleich besser als sich gegenseitig totzuschießen.
    Als Sekretärin und Weblogproliferantin der Sockenpäpstin freut es mich besonders, wenn sich dieselbe unters Volk mischt und die reine Leere verbreitet. Ebenfalls erfreulich, wenn das Geschlechterforum “love.at” nachhaltigere Ökumenen zu stiften vermag.
    Abschließend sei ergänzend erwähnt, dass die Abbildung des Sockenpapstes ideell von Bruder Tex inspiriert ist, jedoch in der vorliegenden Form eine Interpretation aus meiner ungelenken Hand ist.

    Wie ich bereits im Sock-Log kommentierte: Gute Arbeit mit dem Weltraum! Und das nächste Mal hoffentlich ein religiöser Dreier!

  5. farmerblair sagt:

    Na großartig!

    Dass Schüssel ein Witz(e)-Kanzler ist, ist hinlänglich bekannt. Aber seit wann ist er Vizekanzler?

    Btw.:
    Wann dürfen wir uns über einen Artikel über das blasphemische fliegende Spaghettimonster freuen?

  6. @farmerblair
    Schüssel wurde 1995 unter Vranitzky Vizekanzler und kann auch niemals höher aufsteigen! Der Bundeskanzlerposten ist seither vakant, Schüssel ist nur Platzhalter. Diese Erkenntis sollte doch auch gerade bei euch in der SJ Standarddoktrin sein!

    Das Verhältnis zum Fliegenden Spaghettimonster wurde bereits in diesem Beitrag angesprochen:
    http://weltraumpapst.at/archives/47

    @Minkasia
    Ah, so ist das! Ich werde den Beitrag dementsprechend abändern. Und für ein künftiges dreifaltiges Treffen bin ich natürlich zu begeistern!

  7. farmerblair sagt:

    dass der weltraumpapst (ganz im gegensatz zu seinem christlichen pendant, seit dem 2. römischen konzil) unfehlbar ist, wurde somit ein weiteres mal belegt!

  8. Minkasia sagt:

    Das werd ich ja nie verstehen – ich würde mir nie meine Unfehlbarkeit abschwatzen lassen. Selbige habe ich übrigens auf dem Konzil von Ottakring im Jahre 1998 beschließen lassen und sehr gute Erfahrungen damit gemacht.

  9. Auch beim Thema Unfehlbarkeit beschreitet der Weltraumpapst in seiner endlichen Weisheit alternative Wege, und so gilt das Dogma der universellen Fehlbarkeit des Weltraumpapstes.

    “Errare spacepapam est” – Irren ist weltraumpäpstlich

  10. farmerblair sagt:

    na sagmal – ich kann ja gar nix richtigmachen hier…

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