Das katholische Kondom

Wir alle kennen das Problem, das Erdenpapst Benedikt XVI. mit Kondomen hat: Die von Benedikt als “Verhütungsmäntel” bezeichneten Präservative sind der einzige Schutz vor Infektionen mit meldepflichtigen Krankheiten wie AIDS, Syphilis und Gonorrhoe während der allseits beliebten Geschlechtervereinigung. Diese Krankheiten sind häufig in katholischen Ländern Afrikas ein großes Problem, jedoch ist die Verwendung von Kondomen wegen deren empfängnisverhütender Nebenwirkung aus Sicht dieser Kirche “unmoralisch”.

Weltraumpapst Zoq-Fot MCMXXLII eilt nun seinem irdischen Kollegen mit einer Idee zu Hilfe, durch welche die Eindämmung von AIDS mit der Aufrechterhaltung des Verbots der technisch unterstützten Empfängnisverhütung kombiniert werden kann: Nämlich durch das Kondom mit Spermaschleuse.

Prototyp Spermaschleuse Dabei wird bei der sexuellen Betätigung ein Spezialkondom benutzt, das durch eine Art Ventil den Körperflüssigkeitstransfer nur in eine Richtung zulässt. Der Penisbesitzer wird so vor vaginalen Flüssigkeiten (medizinischer Fachterminus: Glunsensäure) geschützt, die Spermien dagegen haben freie Bahn und können ungestört ihren Befruchtungsbemühungen nachgehen. Ergebnis: Der heilige Fortpflanzungseffekt bleibt gewährleistet und der Mann kann sich nicht mit dem HI Virus anstecken.
“Na, und was ist mit der Frau, du Weltraumgfrast?!?” höre ich da besorgte FeministInnen rufen. Keine Sorge: Wenn sich ein Mann immer auf diese Art schützt, so kann er sicht selbst keine Viren einfangen – und wer selbst keine Krankheit hat, dessen Flüssigkeiten können auch niemand anderen infizieren!

Als eine technisch bereits jetzt zu realisierende Alternative zu einem solchen trojanischen Kondom, könnte man auch ein normales Kondom verwenden, und die Samenflüssigkeit nach getaner “Arbeit” mit einem externen Einspritzgerät in Richtung Einzelle schicken. In jedem Fall aber können wir uns schon auf solche Bilder von unserem lieben Ben 16 freuen, wenn er sich auf der nächsten Love Parade feiern lässt:

Papst mit Kondomhut
Endlich versöhnt: Papa und Pariser


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4 Antworten auf Das katholische Kondom

  1. Minkasia sagt:

    Oh wie überaus unterstützenswert! Endlichen gehen Präser- und Konservative auf eine Kuhhaut!

  2. Minkasia sagt:

    Hallo? Ist hier jemand?

    Lieber Herr Sekretär, mir kommt die Blog-Enzyklika schön langsam wie ein weißrussisches Dorf in der GAU-Zone vor! Nun geben Sie sich doch endlich einen Ruck und handeln Sie Ihrem Paradigma zuwider, von Privatem zu schreiben.
    Oder strafen Sie mich gar durch gebloggten Informationsentzug für Liebäugeln mit dem Erzfeind? Seien Sie diesbezüglich einstweilen noch unbesorgt, in die Endnote fließt auch die Mitarbeit am Blog mit ein!

  3. Der Grund: Blogbeiträge schiebe ich auf, bis ich endlich die verfluchte aber doch auch sehr attraktive Diplomarbeit fertigstellen will (Prokrastination wegen der unglücklichen Kombination aus Unvermögen und Perfektionismus).

    Im Anschluss daran will ich mich auf all die aufgeschobenen Internetprojekte stürzen.

    Ja, hm, das Paradigma. Ich weiß nicht so recht, es ist ein gutes Paradigma, das ich aber auf die eine oder andere Weise vielleicht mal zu umgehen gedenke.

  4. minkasia sagt:

    Lassen Sie uns dann – nach Abschluss Ihres so attraktiven Angebotes an die Uni Wien – das Phänomen Aufschieberitis gemeinsam ein wenig behirnen.
    Sehr schön herausgearbeitet haben Sie das kausale Zweigestirn der Prokrastination: Unvermögen und Perfektionismus. Eine Kombination des Grauens, die in keinem kreativwirtschaftlichen Haushalt fehlen darf!

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