Kasachstans sechstberühmtester Mann

Von der Weltöffentlichkeit sehnlichst erwartet wird der neue Dokumentarflim des kasachischen Journalisten Borat Sagdiyev: “Cultural Learnings of America for Make Benefit Glorious Nation of Kazakhstan”

Borat in Cannes

Gewiss werden wir alle diesen Film bald gesehen haben, doch möchte ich die Aufmerksamkeit auf ein etwas älteres Zeitungsinterview lenken, das Borat im Auftrag der ungarischen Zeitung Blikk mit Madonna geführt hat.

Zwar wird offiziell behauptet, dass Borat mit diesem Interview überhaupt nichts zu tun hat und das ausgesprochen unkonventionelle Englisch lediglich durch die Rückübersetzung ins Englische zustande kam, doch der untrügliche Fragestil des Interviewers ist einfach viel zu kompatibel mit Borats Akzent und verrät ihn als eigentlichen Urheber:

“Madonna, Budapest says hello with arms that are spread-eagled. Did you have a visit here that was agreeable? Are you in good odor? You are the biggest fan of our young people who hear your musical productions and like to move their bodies in response.”

In der lockeren Atmosphäre mit dem Kosmopolit Borat nimmt sich Madonna (die ja auch bereits ein Musikvideo mit Herrn Ali G. produziert hat) bei ihren Antworten auch kein Blatt vor den Mund:

“In America it is not considered to be mentally ill when a woman advances on her prey in a discoteque setting with hardy cocktails present.”

Lesen Sie das gesamte Interview hier (etwas nach unten scrollen).


Standardrepliken auf Beleidigungen

Folgendes Hilfegesuch erreichte den Weltraumpapst:

Ich habe gerade bei einer Zugreise eine unschöne Situation erlebt: Ich verließ das Großraumabteil in Richtung Bordbistro und vergaß die Tür hinter mir zu schließen. Daraufhin brüllte ein Mitreisender laut “Tür zu!”. Ich war über den Tonfall erschrocken und antwortete “Das kann man auch freundlicher sagen”, darauf er “Du Scheißkerl denkst du wärst was besonderes, ich red mit dir wie’s mir paßt.” Ich war schockiert und habe lieber nichts mehr gesagt, dazu betretenes Schweigen bei den Passagieren. Ich habe meine Sachen genommen und bin in einen anderen Wagen. Jetzt fühlt dieser Asoziale sich auch noch als Sieger…

Frage: Wie gehe ich zukünftig in diesen Situationen vor?

Genau für solche Fälle sollte sich der Schöngeist und Cineast immer einige passende Filmzitate zurecht gelegt haben!
Die folgenden können praktisch in jeder vergleichbaren Situation appliziert werden und lassen sich auch gut kombinieren:
(Dies ist natürlich nicht nur wertvolle Lebenshilfe, sondern auch ein Rätsel. Aus welchen Filmen stammen die Zitate?)

1. Oh, wie interessant. Sie kommen aus Vulgarien, richtig?

2. Haben Ihre Eltern je lebenden Nachwuchs gehabt?

3. Du visualisierst mehrere Antwortmöglichkeiten “Ja/Nein”, “Was?”, “Kommen Sie später wieder”, “Fick dich selber, du Arschloch”, und entscheidest dich schließlich für: “Fick dich selber, du Arschloch”

4. Tut mir leid, ich habe gerade nicht zugehört.

5. Pudl di’ net auf, Hustinettenbär.

Für mögliche auftretende Nebenwirkungen und Folgeschäden kann der Weltraumpapst leider keine Haftung übernehmen.


Religionen der Welt II: Der Sockenpapst

Im Rahmen eines ökumenischen Bloggertreffens erhielt ich in meiner offiziellen Funktion als Sekretär des Weltraumpapstes letzten Donnerstag eine Audienz bei Sockenpapst Cordinka I.

Ich hatte schon 7 Jahre zuvor Kontakt zu seiner Heiligkeit Cordinka geknüpft, nachdem ich sie auf der Plattform der Geschlechterökumene “love.at” kennen gelernt habe. Bereits damals hatte sie dieses schwere Amt von ihrem charismatischen Vorgänger übernommen, der hier in einem von Altmeister Rubinowitz inspirierten und von Meisteranwärterin Minkasia neuinterpretiertem Porträt abgebildet wurde:

Sockenpapst von Tex Rubinowitz

Das religiöse Gipfeltreffen war gekennzeichnet von tiefem Respekt dem lächerlichen Glaubensbekenntnis des jeweils Anderen gegenüber. Man tauschte sich aus über die Effizenz verschiedenster Inquisitionsverhörmethoden (soft cushions, comfy chair, etc.), man besuchte eine
avantgardistische Gartenschau im Wiener Stadtpark und ich empfing den traditionellen Donnerstagssegen des Sockenpapstes.

Sockenpapst Cordinka I.

Davor kam es noch zur Aufdeckung einer Spitzelaffäre: Offenbar ließ die schwarz-bunte Regierung unter Vizekanzler Schüssel die Teilnehmer des sakralen Treffens durch die Polizei beschatten, denn just in dem Moment, als Cordinka I. für ein Fotoshooting unter der Absperrung eines historischen Gebäudes durchgeklettert war, tauchte urplötzlich ein Exekutivbeamter in Zivil auf, um sie unter Vorhaltung eines Ausweises zur Unterlassung aufzufordern.

Ich hielt das Kärtchen zuerst für eine YPS Detektivausweis, was mir natürlich gehörig Respekt einflößte. Cordinka I., die das Dokument genauer in Anschein nehmen konnte, wies mich dann aber darauf hin, dass es sich nur um einen gewöhnlichen Dienstausweis der Polizei handelte. Von solchen Lakaien der jämmerlichen Saatsmacht ging natürlich keine nennenswerte Gefahr aus, da sie weder mit YPS Periskop, noch scharf abgerichteten Urzeitkrebsen ausgerüstet sind.

So konnten sich die Kirchenfürsten unbesorgt dem nächsten Tagesordnungspunkt widmen – der Ausübung von Schelmenstreichen im Stephansdom:

Sockenpapst im Stephansdom

Monsters of Pop

Inspiriert durch ein ungelöstes Bilderrätsel hier ein eigener Versuch mit schrecklichen Weibern, welche von der weltraumpäpstlichen Inquisition schon länger verdächtig werden mit der Hure Babylon im Bunde zu stehen.

Nun liebe Leser, um wen handelt es sich bei den einzelnen Teilen?

Collage 1 Collage 2

Allerdings muss gleich eingestanden werden, dass es sich bei einem Teil nicht völlig um eine Frau handelt.


DJ Ötzi ungeschminkt

Nachdem das letzte weltraumpäpstliche Paper über Ötzi bei mehreren Symposien präsentiert wurde, hat uns einer der begeisterten Teilnehmer dieses Bild von Dipl.-DJ Ötzi zukommen lassen, welches über ein mögliches Verwandschaftsverhältnis zwischen dem Entertainer und der Gletschermumie Aufschluss geben soll. Bei genauerem Hinsehen lässt sich eine gewisse Ähnlichkeit tatsächlich nicht von der Hand weisen.

Ich bin der Ötzi aus Tirol


Biographie Ötzis

Wir präsentieren hier die Ergebnisse einer sorgfältigen historischen Recherche des Büro des Weltraumpapstes, die wir im Auftrag der Uncyclopedia erarbeitet und soeben dort veröffentlicht haben. Es handelt sich dabei um Leben und Lieben eines Säulenheiligen unser Kirche:Ötzi zu Lebzeiten

Ötzi (bürgerlicher Name Fritz G. Froren) ist ein mumifiziertes Exemplar der Spezies Homo sapiens sapiens, einer Gattung intelligenzbegabter Säugetiere. Geboren wurde er am 22. Februar in der Jungsteinzeit, nach heutigen Erkenntnissen starb er ca. 3340 v. Chr. an den Folgen eines Mordes.

Heute arbeitet Ötzi im Südtiroler Archäologiemuseum in Bozen. In Anbetracht seines ernsten gesundheitlichen Zustandes darf er nur gelegentlich und unter strenger ärztlicher Aufsicht das Museum verlassen.

== Leben in der prähistorischen Gesellschaft ==

Mit Hilfe modernster wissenschaftlicher Methoden, wie Analysen seines Gewebes und der Knochen, Untersuchungen des Mageninhaltes, Röntgenbildern und Computertomographien konnten Wissenschaftler die Biographie Ötzis fast lückenlos rekonstruieren. Auch seinen umfangreichen Tagebücher gaben gewisse Einblicke in seine Lebensweise.

Demnach scheint Ötzi große Erfolge als Lendenschürzenjäger gefeiert zu haben. Er kultivierte ein Image als rauhbeiniger Höhlenmensch und animalischer Wilder, was bei den Frauen der damaligen Oberschicht ausgesprochen gut ankam. Sie erkannten instinktiv, dass unter seiner harten Schale ein weicher Kern steckt, was heute auch durch die zahlreichen medizinischen Untersuchungen seines Leichnames als wissenschaftlich abgesichert gilt.

Er durchlebte leidenschaftliche Affären mit damaligen Starlets wie Alosia Sedlacek, der jungen Sophia Loren und Resi Saubartel. Sein exzessiver Lebenswandel und die ungestümen Orgien (einmal bohrt ihm eine seiner Gespielinnen sogar einen Pfeil in die linke Schulter) stoßen in der damaligen puritanischen Gesellschaft auf großes Missfallen.

Unglücklicherweise bemerkt Ötzi erst spät, dass ihm eine Stigmatisierung als Dorfmatraze droht. Diese Einsicht bereitet ihm seelisch schwere Probleme, Gedanken an Flucht und Exil prägen in dieser Zeit seine Tagebuchaufzeichnungen. Die mehrfachen Mordversuche gehörnter Ehemänner dürften hierbei auch eine nicht unwesentliche Rolle gespielt haben.

== Rekonstruktion seiner letzten Tage ==

Als ihm überraschend in der Schweiz politisches und sexuelles Asyl, sowie ein Lehrstuhl für Schwanzologie und Futkunde an der Universität von St. Gallen angeboten wird, zögert er nicht lange und tritt mit seinem treuen Weggefährten Sam Gamdschie einen Gewaltmarsch über die Alpen an.
Die erste Zeit verdingen sich die beiden als Elefantenwärter in der sich auf dem Rückweg befindlichen Armee Hannibals. Dort verleben sie unbeschwerte Tage. Doch Ötzi, Sklave seiner Hormone, kann die Finger nicht von den Elitesoldatinnen Hannibals lassen, und zieht sich so den fürchterlichen Zorn des mächtigen Feldherren zu.

So kommt es, wie es kommen musste: Ötzi und Sam werden an einer Weggabelung am höchsten Punkt der Alpen alleine vorausgeschickt – vorgeblich um zu sehen “ob die Luft rein sei”. Hannibals Legionen nutzen diesen unbeobachteten Moment um nach links Richtung Karthago abzubiegen.

Schlecht ausgerüstet mit Jacken aus Ziegenfell, Feuersteinklingen und Halbschuhen stolpern die ortsunkundigen Gefährten durch die Alpen, ständig in der Gefahr sich nach Mordor zu verirren. Ötzi verbietet Sam mehrfach andere Wanderer nach dem Weg zu fragen, da er solch weibisches Verhalten nicht ausstehen könne. Sam geht daraufhin in die innere Emigration.

An den Hängen von Brokeback Mountain kommt es schließlich zum Eklat: Nach einem deftigen Mahl am Lagerfeuer kann man sich nicht einigen, wer nun mit dem Abwasch dran ist.

Sam reichen Ötzis ständige Ausreden und weinerlichen Litaneinen über seine schlimmen Rückenbeschwerden, die zahllosen sexuell übertragenen Krankheiten und den Pfeil in seiner Schulter, er verliert die Beherrschung und verpasst Ötzi einen ansatzlosen Drop Kick in den Hals. Da dieser Bereich in der damaligen Kultur als Sitz des Lebenszentrums galt, fällt Ötzi einfach um und ist tot.

== Ötzis Fund 1991 und Nachwirkungen ==

Als Resultat des Eishauseffektes friert Ötzis Kadaver im Gletscher ein, und wird einige Zeit später von zwei deutschen Wünschelrutengängern im italienischen Teil der Alpen wiedergefunden. Da Ötzi zwar einen österreichischen Pass im Gepäck hat, dieser aber fast 5000 Jahre abgelaufen ist, reklamieren die Italiener die Mumie für sich. Als Ausgleich erhält Österreich das Recht Ötzi als Wappentier des Landes Tirol zu nutzen.

== Wissenswertes ==

In der Hoffnung auf Alimentezahlungen benannte sich der österreichische Komponist Gerry Friedle in DJ Ötzi um.

Englischsprachige Abhandlung über Ötzis sexuelle Orientierung: Was Otzi gay?


Some Call Him the Gangster of Love.at

Derzeitiger Hit bei den Klosterschülerinnen von Stift Gargarin:
Flirt SMS an Robert Mang schreiben, der für ein Salzfass 10 Millionen Euro von der UNIQUA Versicherung erpressen wollte.

Hier ist sein love.at Singleprofil und seine Fotogalerie (Das Original ist nun nicht mehr online, das hier sind lokale Kopien, auf denen man nicht herumklicken kann.)

Mang chillt mit Saliera

Kleine Auszüge daraus:

Geld hat für mich folgenden Stellenwert:
egal

Ist Feind von:
1 Members

Folgerung: Entweder Gehrer oder Seipel hat auch einen Singlebörsen Account. Ich tippe auf Seipel, denn Gehrer ist vom Typ her eher eine Krone-Inserentin:

HerzElisabethHerz Reife Ministress macht Hausbesuche und zeigt dir ihre Bildungslücke.


Arbeit für Analogkameras

Was macht man mit der alten analogen Fotokamera, die bei allen festlichen Anlässen, wie Taufe, Hochzeit, Bukkake klaglos ihren Dienst verrichtet hat, nun jedoch dem digitalen Apparat, Handy oder gar Weltraumteleskop weichen musste?

Man funktioniert sie einfach zu einer Zeitmaschine um!

Und so geht’s:

  • Man legt einen möglichst wenig lichtempfindlichen 36er Film ein
    (d. h. z. B. ISO100 o. ä.)
  • Pro Jahr macht man ein bis zwei Fotos mit für diese Lebensepoche typischen und bedeutsamen Bekannten, Freunden, LAPs, Religionsführern, Haustieren und sich selbst.
  • Nach 20 bis 30 Jahren sucht man den mittlerweile einzigen Farbfilmentwickler in der Stadt auf, überreicht ihm den Film und eine stattliche Summe an Eurasos
  • Mit den farblich leicht verfremdeten Fotos und den vom Zahn der Zeit zerkauten Freunden verbringt man einen nostalgischen Nachmittag.
Fotoapparat
Weltraumpäpstliche Unterwasser- und Subraumkamera


Neujahrskonzert in den Sofiensälen

Alljährlich wählt der Weltraumpapst eine Brandrunine aus, um darin das neue Jahr mit einem mitternächtlichen Konzert der Wiener Vielhaarmoniker unter der künstlerischen Leitung eines bekannten Zottelmonsters zu begrüßen. Für 2006 fiel die Wahl auf die Sophiensäle und einen Schulfreund des Weltraumpapstes, Gordon Shumway.

Erstmal durfte heuer auch ein Mann in dem ansonsten aus 62
Friseusenlehrlinginnen bestehende Orchester mitspielen. Als kleines Handycap musste der diplomierte Harfenist allerdings auf einem abgebrannten Flügel spielen, der noch immer in den Sophiensälen steht:

Der Pianist des Weltraumpapstes

Das Resumee des Publikums fiel gemischt aus:
Die in Loge 3 logierenden Obdachlogen brachten ihren Unmut über die etwas langatmige lyrische Einleitung des “Zigeunerbarons” lautstark mit Begriffen aus dem Fäkalbereich zum Ausdruck, während das “Mozart Medley” und “Polka Jamboree” leidlich positive Reaktionen bis hin zu vereinzelten liegenden Ovationen bekam.

Eine böse Überrschung gab es noch kurz vor Morgengrauen, als der extra für die Aftershowparty nachträglich angereiste Karl Moik beim ehrgeizigen Versuch mehrere Neujahrsbabies zu zeugen einen leichten Schlaganfall erlitt.


Dilbert Blog

Mir ist derzeit nur ein Comicstrip bekannt, der täglich lesenswert ist: Dilbert (auch per RSS lesbar), meine Lieblingsfigur daraus ist die gewaltätige Alice (aus dem englischen Wikipediaartikel über Dilbert):

Alice
Alice once slapped a man so hard he travelled forward in time

Seit kurzem bloggt dessen Schöpfer Scott Adams auch.
Abgesehen vom hohen Unterhaltungswert verschaffte er mir mit seinem letzten Beitrag “Hi Jean” auch ein Aha-Erlebnis: Diese lästigen Heißlufthändetrockner auf öffentlichen Toiletten sind gar nicht überall selbstverständlich, bei den Amis scheint es sie gar nicht zu geben.
Sehr richtig seine Schlussfolgerung: “They might as well just hang up a sign that says We Encourage You Not to Wash Your Hands.”


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