Unfachmännischer Erstkontakt mit aquatischen Lebensformen

Ein Bild, das aufrüttelt.

Die ansonsten untadelige Qualitätspublikation Weekly World News veröffentlichte dieses Foto auf der Titelseite ihrer letzten Ausgabe, welches ein teilrasiertes Arschloch beim arroganten Erstkontakt mit einer ihm unbekannten Lebensformen zeigt.Mermancaught (Large).jpg

Dieses Bild symbolisiert wie kein anderes den allgemeinen Sittenverfall und den respektlosen Umgang mit Natur, Mitmensch und Mitmeermensch. Bezeichnend, aber traurig – immerhin leben wir mittlerweile im 21. Jahrhundert und nicht mehr im Präteritum!


Standardrepliken auf Beleidigungen

Folgendes Hilfegesuch erreichte den Weltraumpapst:

Ich habe gerade bei einer Zugreise eine unschöne Situation erlebt: Ich verließ das Großraumabteil in Richtung Bordbistro und vergaß die Tür hinter mir zu schließen. Daraufhin brüllte ein Mitreisender laut “Tür zu!”. Ich war über den Tonfall erschrocken und antwortete “Das kann man auch freundlicher sagen”, darauf er “Du Scheißkerl denkst du wärst was besonderes, ich red mit dir wie’s mir paßt.” Ich war schockiert und habe lieber nichts mehr gesagt, dazu betretenes Schweigen bei den Passagieren. Ich habe meine Sachen genommen und bin in einen anderen Wagen. Jetzt fühlt dieser Asoziale sich auch noch als Sieger…

Frage: Wie gehe ich zukünftig in diesen Situationen vor?

Genau für solche Fälle sollte sich der Schöngeist und Cineast immer einige passende Filmzitate zurecht gelegt haben!
Die folgenden können praktisch in jeder vergleichbaren Situation appliziert werden und lassen sich auch gut kombinieren:
(Dies ist natürlich nicht nur wertvolle Lebenshilfe, sondern auch ein Rätsel. Aus welchen Filmen stammen die Zitate?)

1. Oh, wie interessant. Sie kommen aus Vulgarien, richtig?

2. Haben Ihre Eltern je lebenden Nachwuchs gehabt?

3. Du visualisierst mehrere Antwortmöglichkeiten “Ja/Nein”, “Was?”, “Kommen Sie später wieder”, “Fick dich selber, du Arschloch”, und entscheidest dich schließlich für: “Fick dich selber, du Arschloch”

4. Tut mir leid, ich habe gerade nicht zugehört.

5. Pudl di’ net auf, Hustinettenbär.

Für mögliche auftretende Nebenwirkungen und Folgeschäden kann der Weltraumpapst leider keine Haftung übernehmen.


Der Vergleich macht sicher

Sehr zuvorkommend von Google, die unterschiedlichen Informationsbedürfnisse verschiedener Nationen zu ein und dem selben Begriff zu berücksichtigen – wie leicht könnte hierbei eine Nachlässigkeit ganze Regierungen kränken!

Siehe dazu diese Gegenüberstellung einer Bildersuche bei google.com und google.cn (China) zum Platz des himmlischen Friedens “Tiananmen”

[via danbri]


Abbildungsverbot NOW!

Karikaturenstreit quo vadis?

Beunruhigt durch schwere Fällen von Pressefreiheit machen jetzt auch Anhänger der staatlich anerkannte Religionsgemeinschaft ÖVP mobil gegen Karikaturistenketzer:
Auf der von Jung-VPlern betreuten Webseite “Libelle” fahndet man nach Beweisen für eine gezielte Hetzkampagne gegen Regierungsmitglieder.

Alt-Vizekanzler Schüssel beauftragte zur genaueren Nachforschung das Sekretariat des Weltraumpapstes, welches auch gleich diese ungeheurliche Verhöhnung der (leider zuletzt auch an dieser Stelle verhöhnten) Prophetin Gehrer ans Licht der Welt verhalf förderte:

Mohammed Karikatur

Der Großmufti von Stockerau verlangte in einer ersten Stellungnahme die Auslieferung des verantwortlichen Zeichners an das Karikaturenverbrechertribunal von Den Haag.


Freudenschüsse

“Türkei – Jährlich 500 Tote durch Freudenschüsse”
Diese Zahl in der Schlagzeile des Artikels aus dem Kurier vom 2. 11. 05 scheint extrem hoch, um nicht zu sagen: ist vermutlich Humbug. Der Kurier beruft sich dabei auf “amtliche Statistiken”. (worauf sich der Kurier berufen hat, als vor einigen Wochen im Rahmen einer großen Reportage die Sonne in einer Schlagzeile als Planet bezeichnet wurde, ist mir nicht bekannt).

In dem gleichen Artikel wird auch erwähnt, dass es in der Türkei im Schnitt 3000 Todesopfer durch Schusswaffen im Jahr gibt. Ist es möglich, dass ein Sechstel davon durch Freudenschüsse verursacht wird, oder hat der Kurier-Korrespondent aus Istanbul, Hans Jungbluth, bewusst sehr fadenscheinige Quellen benutzt um einen reisserischen Artikel abliefern zu können?

Natürlich könnte es auch sein, dass einige Verbrechensopfer als “Unfall bei Freudenschuss” vertuscht werden.
Wenn die Polizei den zerschossenen Geliebten der Ehefrau wegbringt und einen befragt, sollte man als Grund für die Freudenschüsse halt nicht unbedingt “den unerwarteten Tod meines Nebenbuhlers” angeben.


Lexikon für Österreich

Nach dem Öffnen der Post:
“Toll, jetzt haben wohl über eine Million Österreicher vom ORF ein Lexikon geschenkt bekommen.
Doch was fängt man mit einem solchen an, wenn es nur A bis Ausr abdeckt?

Was macht der theoretische Ökoengel und praktische Weltraumpapst mit dem unverlangt zugesandten, unverschuldet nutzlosen, 550seitigen Probeband in Farbe und mit Hardcover? Wegwerfen oder Stauraum verschwenden? Auf ebay anbieten? Hm, dort will nicht mal irgendjemand 1,99 dafür bieten.
Dann halt einfach das Ding für einen Blogartikel verwursten.

Wer braucht überhaupt jetzt noch ein gedrucktes Lexikon?
Klar – auch der Weltraumpapst liebt Materie, betascht sie gerne und ergötzt sich oft daran; aber gerade Nachschlagewerke vervielfachen ihren Nutzen in digitalisierter Form.

Wenn man nach längerer befriedigender Benutzung von englischer und deutscher Wikipedia wieder mal so ein materielles Lexikon aufschlägt, fällt sofort auf: Warum steht da so wenig zu jedem Eintrag? Oder ist das nur die kleine Schrift?

Für die Probe aufs Exempel wird zufällig ein Begriff aufgeschlagen: “Altlasten”.
Erster Gedanken: Okay, dazu könnte es in der Wikipedia tatsächlich nix geben.
Jedoch:
Artikellänge “Altlasten” im ORF Lexikon: hochgerechnete 100 Wörter (nimmt man den darunter stehenden “Altlastenbeitrag” auch dazu, dann sind es 150).
Wikipediaartikel “Altlast”: 630 Wörter.

Natürlich sagt das noch nicht viel über die Qualität von Wikipediaartikeln, aber viel über die Beschränkungen gedruckter Lexika (ganz abgesehen von Verlinkung und Zugriffsgeschwindigkeit). Läge man Wikipediamaßstäbe an das ORF Lexikon an, dann müssten bei geschätzten 80% der Artikel ein “Stub” Hinweisschild dabei sein.

Der ORF will mit diesem Lexion seinem Bildungsauftrag nachkommen. Dazu hat er es mit Standardeinträgen vom Dudenverlag und mit österreich- und ORF-spezifischen Artikeln gefüllt (u. a. abgetippte Interviews und “Mundl Sackbauer” Folgen). Warum die letzteren Artikel nicht gleich gratis und multimedial im Internet zur Verfügung stellen, und so den Bildungsauftrag viel besser erfüllen, als mit einer 189 Euro kostenden Gesamtausgabe in einem veralteten Medium?

Wäre noch interessant, ob man beim Kauf aller Bände wenigstens gefragt wird, ob man den 1. schon daheim hat, denn sonst hätte man den ja doppelt, und der wäre dann sowohl für Nichtkäufer und Käufer Wegwerfware.


Weiße Streifenhörnchen

Gestern war der Weltraumpapst inkognito beim “White Stripes” Konzert im Wiener Gasometer, denn er ist ja ein großer Fan von Jackhörnchen und Meghörnchen.

Sein getreuer Mitarbeiter Thalamus hat mal wieder wichtige Informationen unterdrückt, und so ist ihm nicht zu Bewusstsein gelangt, dass seine Eintrittskarte tatsächlich für einen Sitzplatz war, was ja grundsätzlich bei Musikdarbietungen widernatürlich ist (aber wenn sich’s die Klassikfreunde und die vorgeblichen Klassikfreunde bieten lassen, dann ist das natürlich deren Problem).

In diesem Fall befand sich der Platz auch noch ganz rechts außen, und die ohnehin schlechte Akustik im Schasometer war dort schauerlich.

Sie könnten bis ins Extrem gehen um den Sound dieses Konzertes nachzuempfinden, Sie könnten sich aber auch einfach einen beliebigen Konzertmitschnitt vorstellen, der vor 20 Jahren auf einem Diktiergerät aufgenommen wurde.


Human Pop-Ups…

.. ist eine treffende Formulierung für das Keilerunwesen beim Spendensammeln. Gefunden in diesem Artikel eines Ex-Keilers