Human Pop-Ups…
.. ist eine treffende Formulierung für das Keilerunwesen beim Spendensammeln. Gefunden in diesem Artikel eines Ex-Keilers
.. ist eine treffende Formulierung für das Keilerunwesen beim Spendensammeln. Gefunden in diesem Artikel eines Ex-Keilers
Schon lange waren dem Weltraumpapst die Titelbilder mancher Frauen- und Programmzeitschriften mit ihren bis an die Grenzen zur Ölmalereien retuschierten Frauengesichtern ein Schuppen im Auge.
Einen kleinen Blick hinter die Kulissen dieser Bilderfabrikation gibt das Medienblog medienrauschen im Artikel Vorher-Nachher.
Dort wird auch zu einer Galerie mit schrecklichen Retuschen verlinkt, welche zwar handwerklich nicht besonders gut, aber doch den erwähnten Titelbilder recht ähnlich sind.
Die Fanta 4 Kritik “Diese Strategie liefert Illusionen satt” von 1992 wird damit umso zutreffender, aber selbst wenn niemand sein Körperideal an diesen unerreichbaren Menschenimitaten ausrichten würde: Sowas ist Lüge und Mist! Um nix besser als ein Artikel mit absichtlichen Halbwahrheiten!
Die Vorgehensweise der Taliban, Fotos völlig zu verbieten, ist möglicherweise ein wenig zu radikal.
Aber warum sollte nicht ein Hiweis auf solche Manipulation vorgeschrieben sein?
Neil Sirach weist mich auf eine interessante Formulierung des Kuriers im Rahmen der Berichterstattung über eine Messerattacke an einer Polytechnischen Schule hin:
Unter anderen fielen sinngemäß die Worte: "Lach' nicht so, du Hurenkind."
Hier exklusiv die wörtliche Aussage:
“Entsage diesem Feixen, Dirnenbrut!”
Ein dem Menschen innewohnendes Phänomen ökonomischer Irrationalität, das mir auch schon öfters aufgefallen ist, beschreibt der bloggende Marketingguru Seth Godin anhand einer auf den ersten Blick dumm erscheinenden Gutscheinaktion:
Fear of loss, desire for gain
In der ökonomischen Theorie gibt es keinen entscheidungsrelevanten Unterschied zwischen den beiden folgenden Szenarien:
Szenario 1
X Geldeinheiten sparen, dafür auf Gut Y verzichten.
Szenario 2
Verzicht auf einen Gewinn von X Geldeinheiten, dafür Gut Y behalten.
Würde sich ein homo oeconomicus in Szenario 1 für das Behalten des Gutes entscheiden, so würde er dieses Gut auch in Szenario 2 behalten wollen.* Denn es ist ja immer die gleiche Frage: Sind mir X Geldeinheiten mehr Wert als das Gut Y?
In der Realität kann es jedoch vorkommen, dass sich durchaus vernünftige Mensch anders verhalten, dazu zwei anekdotische Beispiele:
1.
Der Weltraumpapst geht zu einem Konzert von Disaster Area.
Am Weg dorthin bieten ihm Leute 100 ECU für sein Ticket, das ihn vielleicht ein Drittel dieses Betrags gekostet hat. Trotzdem lehnt er ab, denn er freut sich schon Hotblack Desiato endlich live zu sehen (wenn auch aus einem halben Lichtjahr Entfernung).
Aaaaber:
Wäre er selbst ohne Ticket dort hingekommen, und hätte erfahren, dass er nur mehr eines um 100 ECU kaufen kann – er hätte es sicher nicht gemacht. Er zahlt doch nicht das Dreifache des eigentlichen Preises!
Dabei war es beide Male die gleiche Frage: Besitzt du lieber 100 ECU mehr oder siehst du lieber das Konzert?
2.
In seiner Jugend befand sich der damalige Weltraumprediger manchmal auf Reisen mittels Interstellarrail. Es ergab sich dabei einmal folgende Situation:
Vor der Entscheidung stehend, mit einem Raumkreuzer zu reisen, der mit IR-Ticket gratis war, bei dem man aber einmal mitten in der Nacht umsteigen musste, und einem vergleichbaren Raumkreuzer, der ohne Umsteigen zur Wunschdestination führte, bei dem aber ca. 100 Schülling Aufpreis zu entrichten waren, fiel die Wahl auf letzteren.
Nach einiger Fahrzeit mit dem Kreuzer fragt der Weltraumprediger jenen Mitreisenden, der besonders stark für die Variante ohne Umsteigen argumentiert hat:
“Wenn jetzt jemand käme, und dir für ein Umsteigen mitten in der Nacht 100 Schüllig bar auf die Pfote bietet – würdest du das annehmen?”
Wie sich der ausgefuchste Leser wohl denken kann, war die Antwort “ja”.
* Vorausgesetzt die Beträge sind nicht besonders hoch, denn andernfalls könnte der mit dem Geldbetrag verbundene Nutzen variieren.
So würden die Meisten eine Wette annehmen, wo sie zu 50% 1 ECU gewinnen und zu 50% 1 ECU verlieren; aber ablehnen wenn bei der gleichen oder sogar besseren Gewinnchance sehr große Summen auf dem Spiel stehen. Denn 500.00 ECU reicher bedeuten nicht so viel zusätzlichen Nutzen, wie 500.000 ECU Schulden Leid verursachen würden. Stichwort: Risikoaversion
Barbara Schöneberger mit einer inhaltlich und syntaktisch schönen Verbesserung eines bis dato beschissenen Spruchs:
“Ich geh hin, weil vor allem die klügsten Kälber wählen ihren Bauern selber.”
Interview mit einem CDU Politiker auf MTV im Rahmen einer Jungwählermobilisationskampagne:
Im Hintergrund läuft The Hives’ “Walk, Idiot, Walk” – ein Lied in dem des öfteren “See the idiot talk” zu hören ist.
Heute hat der Weltraumpapst einen sehr hilfreichen Artikel über to-do Listen gelesen.
Bisher sah seine Zu Tun Liste ca. so aus:
Was ist daran verkehrt? Das sind ganze Projekte und keine Aufgaben!
Das muss er nun alles in atomare Teilaufgaben zerlegen, die in ca. 10 Minuten erledigbar sind. So kann man die Projekte tatsächlich in Angriff nehmen und hat keine gigantischen, hemmenden Brocken vor sich, die erst nach Stunden oder Wochen erledigt sein können.
Die neue Liste könnte daher so aussehen:
Weitere sehr gute Tipps zur richtigen Wartung einer Zu Tun Liste:
Unter allen Lesern, welche die umfanglose Berichterstattung im Rundfunk über die Weltraumpapstwahl nicht mitverfolgen konnten, herrschte bis jetzt Unklarheit welchen Namen der neue Weltraumpapst eigentlich angenommen hat.
Noch während des Konklaves wurde in der Presse diskutiert, ob man die päpstliche Namensgebung wieder per SMS Zuschauervoting entscheiden sollte, doch erwiesen sich dessen Teilnehmer ja schon beim letzten Mal als zu unreif für ein solches Prozedere, dessen Ergebnis schließlich das gesamte Pontifikat von Weltraumpapst Rosette I. überschatten sollte.
Als nach mehrstündiger Beratung endlich ultravioletter Rauch aus der sixtinisch Blaskapelle stieg, hatte sich der neue Weltraumpapst bereits ohne Rückfrage bei seinen Eltern festgelegt: Seine Wahl fiel auf den traditionsreichen Namen Zoq-Fot MCMXXLII, wie üblich zu Ehren von Zoq-Fot II hoch LII, welcher der Prophezeihung nach ein recht einflussreicher Weltraumpapst werden soll.
Treffen sich ein Weltraumpapst und ein Apostel, sagt der eine:
Stell dir vor es ist 1970 und du bist noch tot. Die Wahrscheinlichkeit, dass du mal geboren wirst muss aber größer als null sein, denn ein paar Jahre später passierte es ja tatsächlich.
Bis 2100 wirst du wohl wieder tot sein. Ist danach die Wahrscheinlichkeit geboren zu werden (natürlich mit anderen Genen, Persönlichkeit und sonstigem Schmafu) gleich null?
Sagt der andere:
Häh?
Viele Jünger sind nach dem gestrigen Bericht an den Weltraumpapst herangetreten, und fragten besorgt:
“Eure Heiligkeit, wie könnt Ihr Euch nur an kriegerischen Computerspielen erfreuen, das kann doch weder würdig noch recht sein!”
Diese Kritik ist nachvollziehbar, wissen die Jünger doch um die universelle Fehlbarkeit aller weltraumpäpstlichen Verkündungen.
Der Weltraumpapst anerkennt auch die begründete Angst dahinter, weist sie aber als grundlose Angstmacherei entschieden zurück. Um zu demonstrieren, dass auch wahre Männer des Friedens von Kriegsgerät fasziniert sein können, präsentieren wir daher nun einen Auszug eines Interviews mit den Dalai Lama (mit dem der Weltraumpapst schon über mehrere Generationen befreundet ist):
Dalai Lama: gardening is one of my hobbies.
Also, reading encyclopedias with pictures.
[Laughs.] I am a man of peace, but I am fond of looking at picture books of the Second World War.
I own some, which I believe are produced by Time-Life.
I’ve just ordered a new set. Thirty books.
Q: Really?
Why does the Reincarnation of Compassion have such a fascination with one of the most terrible events in human history?
A: Perhaps because the stories are so negative and gruesome, they strengthen my belief in nonviolence. [Smiles.]
However, I find many of the machines of violence very attractive. Tanks, airplanes, warships, especially aircraft carriers. And the German U-boats, submarines.
Q: I once read that as a little boy in Lhasa, you liked war toys.
A: Yes, very much. I also had an air rifle in Lhasa. And I have one in India.
I often feed small birds, but when they come together, hawks spot them and catch them — a very bad thing.
So in order to protect these small birds, I keep the air rifle.
Quelle:
http://www.sacred-texts.com/bud/tib/nytimes.htm
Fürchtet euch also nicht, wenn sich eure Kinder oder Weltraumpäpste für Kriegsspielzeug interessieren!