Lexikon für Österreich

Nach dem Öffnen der Post:
“Toll, jetzt haben wohl über eine Million Österreicher vom ORF ein Lexikon geschenkt bekommen.
Doch was fängt man mit einem solchen an, wenn es nur A bis Ausr abdeckt?

Was macht der theoretische Ökoengel und praktische Weltraumpapst mit dem unverlangt zugesandten, unverschuldet nutzlosen, 550seitigen Probeband in Farbe und mit Hardcover? Wegwerfen oder Stauraum verschwenden? Auf ebay anbieten? Hm, dort will nicht mal irgendjemand 1,99 dafür bieten.
Dann halt einfach das Ding für einen Blogartikel verwursten.

Wer braucht überhaupt jetzt noch ein gedrucktes Lexikon?
Klar – auch der Weltraumpapst liebt Materie, betascht sie gerne und ergötzt sich oft daran; aber gerade Nachschlagewerke vervielfachen ihren Nutzen in digitalisierter Form.

Wenn man nach längerer befriedigender Benutzung von englischer und deutscher Wikipedia wieder mal so ein materielles Lexikon aufschlägt, fällt sofort auf: Warum steht da so wenig zu jedem Eintrag? Oder ist das nur die kleine Schrift?

Für die Probe aufs Exempel wird zufällig ein Begriff aufgeschlagen: “Altlasten”.
Erster Gedanken: Okay, dazu könnte es in der Wikipedia tatsächlich nix geben.
Jedoch:
Artikellänge “Altlasten” im ORF Lexikon: hochgerechnete 100 Wörter (nimmt man den darunter stehenden “Altlastenbeitrag” auch dazu, dann sind es 150).
Wikipediaartikel “Altlast”: 630 Wörter.

Natürlich sagt das noch nicht viel über die Qualität von Wikipediaartikeln, aber viel über die Beschränkungen gedruckter Lexika (ganz abgesehen von Verlinkung und Zugriffsgeschwindigkeit). Läge man Wikipediamaßstäbe an das ORF Lexikon an, dann müssten bei geschätzten 80% der Artikel ein “Stub” Hinweisschild dabei sein.

Der ORF will mit diesem Lexion seinem Bildungsauftrag nachkommen. Dazu hat er es mit Standardeinträgen vom Dudenverlag und mit österreich- und ORF-spezifischen Artikeln gefüllt (u. a. abgetippte Interviews und “Mundl Sackbauer” Folgen). Warum die letzteren Artikel nicht gleich gratis und multimedial im Internet zur Verfügung stellen, und so den Bildungsauftrag viel besser erfüllen, als mit einer 189 Euro kostenden Gesamtausgabe in einem veralteten Medium?

Wäre noch interessant, ob man beim Kauf aller Bände wenigstens gefragt wird, ob man den 1. schon daheim hat, denn sonst hätte man den ja doppelt, und der wäre dann sowohl für Nichtkäufer und Käufer Wegwerfware.


Computerspielequiz

Schon ein paar Monate alt, aber von deutschsprachigen Bloggern wohl noch gar nicht entdeckt:

64er Klassiker

Ein Quiz mit Bildausschnitten von Computerspieleklassikern von Enno(siehe Blogroll), seines Zeichens Spielleiter des größten deutschen pbems Eressea und Programmierer bei Funcom.

Wem’s gefällt: Es gibt noch Teil 2 und Teil 3.


Die Dreifaltigkeit

Vor der Konvertierung empfing der Sekretär des Weltraumpapst regelmäßig Unterweisungen in der christlichen Lehre.
Als dann später im Rundfunk immer mehr von der amerikanischen Lebensweise enthüllt wurde, empfand er die in den USA anscheinend vorrangige Verehrung von Jesus Christus als Ketzerei – denn der war doch nur der Botschafter, und nur Gott selbst ist Gott!
Für Amis scheint Jesus ganz klar #1 in den Top 3 der Faltigkeitsrangliste zu sein; besonders bitter für Gott in einem Land wo man am 2. Platz schon den ersten Verlierer sieht.

Franz Ferdinand sprachen auch mal in einem Interview an, dass sie nicht wissen, ob Jesus jetzt Gott ist oder der Sohn Gottes oder ob die irgendwie “eins” sind.

Jedenfalls wird der Dritte im Bunde, der “Heilige Geist” völlig vernachlässigt. Wie FF dann richtig feststellten, hört man bei Dankesreden niemals: “I want to thank the Holy Ghost!”
Jesus dagegen wird mit Lobeshymnen regelrecht zugespammt.

Das wäre vielleicht die Gelegenheit für die Werbeindustrie den “Holy G.” zu vereinnahmen, z. B. für eine “Dreifaltencreme für die Haut ab 400″.


Weiße Streifenhörnchen

Gestern war der Weltraumpapst inkognito beim “White Stripes” Konzert im Wiener Gasometer, denn er ist ja ein großer Fan von Jackhörnchen und Meghörnchen.

Sein getreuer Mitarbeiter Thalamus hat mal wieder wichtige Informationen unterdrückt, und so ist ihm nicht zu Bewusstsein gelangt, dass seine Eintrittskarte tatsächlich für einen Sitzplatz war, was ja grundsätzlich bei Musikdarbietungen widernatürlich ist (aber wenn sich’s die Klassikfreunde und die vorgeblichen Klassikfreunde bieten lassen, dann ist das natürlich deren Problem).

In diesem Fall befand sich der Platz auch noch ganz rechts außen, und die ohnehin schlechte Akustik im Schasometer war dort schauerlich.

Sie könnten bis ins Extrem gehen um den Sound dieses Konzertes nachzuempfinden, Sie könnten sich aber auch einfach einen beliebigen Konzertmitschnitt vorstellen, der vor 20 Jahren auf einem Diktiergerät aufgenommen wurde.


Lyrics Quiz

The Spacepope presents:
Sein selbst programmiertes, teilweise humoristisches Liedertexte Ratespiel

Tscheck’ es aus, Säugling!


Sehr Moderner Dreißigkampf

Die Seiten zur Staatsmeisterschaft im Sehr Modernen Dreißigkampf sind wieder online unter weltraumpapst.at/30kampf

An diesem Wochende findet der Großkampftag im Wiener Prater statt. Das Wetter scheint zu passen. Die Entscheidung zwischen Samstag und Sonntag wird aber noch nicht getroffen.