Silikonologie

In der Kurier Samstagbeilage “Freizeit” gibt es eine Kolumne mit dem Titel “Sex in der Freizeit”. Dieser Name erweckt bei mir immer den erheiternden Eindruck, als handle es sich dabei um einen sexuellen Spezialfall, der mal eine nette Abwechslung zum ständigen Sex während der Arbeitszeit wäre.

Im Blog zur Kolumne wurde jedenfalls auf die “Silicon Challenge” hingewiesen; ein Spiel, das von den Eleven im weltraumpäpstlichen Priesterseminar erfreut aufgenommen wurde.
Bei diesem medizinischen Quiz muss man seinen Blick für chirurgische Eingriffe an sekundären Geschlechtsmerkmalen unter Beweis stellen.
Der Weltraumpapst erreichte 18 von 20 Punkten.

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Vorfahren hoch X

Es hätte dem Weltraumpapst verdächtig vorkommen müssen, als der Handwerker, gefragt nach dem verlangten Lohn für die Reparatur des apostolischen Bidets, nur ein Schachbrett hervorholte und sonderbares Zeug über sich verdoppelnde Reiskörner murmelte.

Aus dem resultierenden Verlust der Tagesernte seiner Ländereien im Siriusnebel, gewann der Weltraumpapst immerhin den Gedanken, dass ja auch die Anzahl unserer Vorfahren mit jeder Generation exponentiell anwächst.
Würde man jemand fragen, was er schätzt, wieviele Ahnen er vor 500 Jahren hatte, dann würden die wenigsten auf über 1000 tippen.

Doch man rechne mal nach:
2 Eltern, 4 Großeltern, 8 Urgroßeltern, 16 Uhuragroßeltern,…
Selbst wenn man von nur 4 Generationen pro Jahrhundert ausgeht, dann hatte man vor 500 Jahren 2 hoch 20 Vorfahren – das sind über eine Million Personen oder personenähnliche Wesen. Natürlich sind da viele Doppelte dabei, besser gesagt einzelne Personen besetzen mehrere Positionen im Stammbaum. Dennoch bleibt eine beeindruckende Anzahl (auch weil bei der 1 Mio ja noch nicht die Generationen 1 bis 19 mitgezählt sind).

Was man sich nicht auszurechnen braucht ist, dass damit jeder zwangsläufig haufenweise Schwerverbrecher unter seinen Vorfahren hat.
Ausgenommen natürlich seine Scheinheiligkeit der Weltraumpapst Zoq Fot MCMXXLII, der einer sakralen Bimssteintafeln zufolge in direkter Linie vom Flying Spaghetti Monster abstammt (vergrößerbar):

Stammbaum
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Dilbert Blog

Mir ist derzeit nur ein Comicstrip bekannt, der täglich lesenswert ist: Dilbert (auch per RSS lesbar), meine Lieblingsfigur daraus ist die gewaltätige Alice (aus dem englischen Wikipediaartikel über Dilbert):

Alice
Alice once slapped a man so hard he travelled forward in time

Seit kurzem bloggt dessen Schöpfer Scott Adams auch.
Abgesehen vom hohen Unterhaltungswert verschaffte er mir mit seinem letzten Beitrag “Hi Jean” auch ein Aha-Erlebnis: Diese lästigen Heißlufthändetrockner auf öffentlichen Toiletten sind gar nicht überall selbstverständlich, bei den Amis scheint es sie gar nicht zu geben.
Sehr richtig seine Schlussfolgerung: “They might as well just hang up a sign that says We Encourage You Not to Wash Your Hands.”

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Freudenschüsse

“Türkei – Jährlich 500 Tote durch Freudenschüsse”
Diese Zahl in der Schlagzeile des Artikels aus dem Kurier vom 2. 11. 05 scheint extrem hoch, um nicht zu sagen: ist vermutlich Humbug. Der Kurier beruft sich dabei auf “amtliche Statistiken”. (worauf sich der Kurier berufen hat, als vor einigen Wochen im Rahmen einer großen Reportage die Sonne in einer Schlagzeile als Planet bezeichnet wurde, ist mir nicht bekannt).

In dem gleichen Artikel wird auch erwähnt, dass es in der Türkei im Schnitt 3000 Todesopfer durch Schusswaffen im Jahr gibt. Ist es möglich, dass ein Sechstel davon durch Freudenschüsse verursacht wird, oder hat der Kurier-Korrespondent aus Istanbul, Hans Jungbluth, bewusst sehr fadenscheinige Quellen benutzt um einen reisserischen Artikel abliefern zu können?

Natürlich könnte es auch sein, dass einige Verbrechensopfer als “Unfall bei Freudenschuss” vertuscht werden.
Wenn die Polizei den zerschossenen Geliebten der Ehefrau wegbringt und einen befragt, sollte man als Grund für die Freudenschüsse halt nicht unbedingt “den unerwarteten Tod meines Nebenbuhlers” angeben.

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Stadtführer in Zürich

Als seine Heiligkeit Zoq Fot MCMXXLII diesen Sommer Zürich besuchte, sah er in der verkehrsberuhigten Zone einen alleine herumlaufenden Hund. Dieser kannte sich offenbau sehr gut aus, und so ging der Weltraumpapst diesem Hund nach und ließ sich von ihm die Stadt zeigen.
Die Arbeit als Stadtführer ist natürlich anstrengend, und so sprang der erhitzte Hund kurzentschlossen in einen dekorativen Brunnen:

Hund im Brunnen

Leider ist er abgesoffen – für Nichtkundige einschlägigen Fotografenjargons: Das heißt lediglich, dass die Farbe des Hundes kaum Kontrast hat, und man deshalb zu wenig erkennt (im Bild ist aber ein link auf eine große Version).

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Kasachstans sechstberühmtester Mann

Von der Weltöffentlichkeit sehnlichst erwartet wird der neue Dokumentarflim des kasachischen Journalisten Borat Sagdiyev: “Cultural Learnings of America for Make Benefit Glorious Nation of Kazakhstan”

Borat in Cannes

Gewiss werden wir alle diesen Film bald gesehen haben, doch möchte ich die Aufmerksamkeit auf ein etwas älteres Zeitungsinterview lenken, das Borat im Auftrag der ungarischen Zeitung Blikk mit Madonna geführt hat.

Zwar wird offiziell behauptet, dass Borat mit diesem Interview überhaupt nichts zu tun hat und das ausgesprochen unkonventionelle Englisch lediglich durch die Rückübersetzung ins Englische zustande kam, doch der untrügliche Fragestil des Interviewers ist einfach viel zu kompatibel mit Borats Akzent und verrät ihn als eigentlichen Urheber:

“Madonna, Budapest says hello with arms that are spread-eagled. Did you have a visit here that was agreeable? Are you in good odor? You are the biggest fan of our young people who hear your musical productions and like to move their bodies in response.”

In der lockeren Atmosphäre mit dem Kosmopolit Borat nimmt sich Madonna (die ja auch bereits ein Musikvideo mit Herrn Ali G. produziert hat) bei ihren Antworten auch kein Blatt vor den Mund:

“In America it is not considered to be mentally ill when a woman advances on her prey in a discoteque setting with hardy cocktails present.”

Lesen Sie das gesamte Interview hier (etwas nach unten scrollen).

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Lexikon für Österreich

Nach dem Öffnen der Post:
“Toll, jetzt haben wohl über eine Million Österreicher vom ORF ein Lexikon geschenkt bekommen.
Doch was fängt man mit einem solchen an, wenn es nur A bis Ausr abdeckt?

Was macht der theoretische Ökoengel und praktische Weltraumpapst mit dem unverlangt zugesandten, unverschuldet nutzlosen, 550seitigen Probeband in Farbe und mit Hardcover? Wegwerfen oder Stauraum verschwenden? Auf ebay anbieten? Hm, dort will nicht mal irgendjemand 1,99 dafür bieten.
Dann halt einfach das Ding für einen Blogartikel verwursten.

Wer braucht überhaupt jetzt noch ein gedrucktes Lexikon?
Klar – auch der Weltraumpapst liebt Materie, betascht sie gerne und ergötzt sich oft daran; aber gerade Nachschlagewerke vervielfachen ihren Nutzen in digitalisierter Form.

Wenn man nach längerer befriedigender Benutzung von englischer und deutscher Wikipedia wieder mal so ein materielles Lexikon aufschlägt, fällt sofort auf: Warum steht da so wenig zu jedem Eintrag? Oder ist das nur die kleine Schrift?

Für die Probe aufs Exempel wird zufällig ein Begriff aufgeschlagen: “Altlasten”.
Erster Gedanken: Okay, dazu könnte es in der Wikipedia tatsächlich nix geben.
Jedoch:
Artikellänge “Altlasten” im ORF Lexikon: hochgerechnete 100 Wörter (nimmt man den darunter stehenden “Altlastenbeitrag” auch dazu, dann sind es 150).
Wikipediaartikel “Altlast”: 630 Wörter.

Natürlich sagt das noch nicht viel über die Qualität von Wikipediaartikeln, aber viel über die Beschränkungen gedruckter Lexika (ganz abgesehen von Verlinkung und Zugriffsgeschwindigkeit). Läge man Wikipediamaßstäbe an das ORF Lexikon an, dann müssten bei geschätzten 80% der Artikel ein “Stub” Hinweisschild dabei sein.

Der ORF will mit diesem Lexion seinem Bildungsauftrag nachkommen. Dazu hat er es mit Standardeinträgen vom Dudenverlag und mit österreich- und ORF-spezifischen Artikeln gefüllt (u. a. abgetippte Interviews und “Mundl Sackbauer” Folgen). Warum die letzteren Artikel nicht gleich gratis und multimedial im Internet zur Verfügung stellen, und so den Bildungsauftrag viel besser erfüllen, als mit einer 189 Euro kostenden Gesamtausgabe in einem veralteten Medium?

Wäre noch interessant, ob man beim Kauf aller Bände wenigstens gefragt wird, ob man den 1. schon daheim hat, denn sonst hätte man den ja doppelt, und der wäre dann sowohl für Nichtkäufer und Käufer Wegwerfware.

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Computerspielequiz

Schon ein paar Monate alt, aber von deutschsprachigen Bloggern wohl noch gar nicht entdeckt:

64er Klassiker

Ein Quiz mit Bildausschnitten von Computerspieleklassikern von Enno(siehe Blogroll), seines Zeichens Spielleiter des größten deutschen pbems Eressea und Programmierer bei Funcom.

Wem’s gefällt: Es gibt noch Teil 2 und Teil 3.

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Die Dreifaltigkeit

Vor der Konvertierung empfing der Sekretär des Weltraumpapst regelmäßig Unterweisungen in der christlichen Lehre.
Als dann später im Rundfunk immer mehr von der amerikanischen Lebensweise enthüllt wurde, empfand er die in den USA anscheinend vorrangige Verehrung von Jesus Christus als Ketzerei – denn der war doch nur der Botschafter, und nur Gott selbst ist Gott!
Für Amis scheint Jesus ganz klar #1 in den Top 3 der Faltigkeitsrangliste zu sein; besonders bitter für Gott in einem Land wo man am 2. Platz schon den ersten Verlierer sieht.

Franz Ferdinand sprachen auch mal in einem Interview an, dass sie nicht wissen, ob Jesus jetzt Gott ist oder der Sohn Gottes oder ob die irgendwie “eins” sind.

Jedenfalls wird der Dritte im Bunde, der “Heilige Geist” völlig vernachlässigt. Wie FF dann richtig feststellten, hört man bei Dankesreden niemals: “I want to thank the Holy Ghost!”
Jesus dagegen wird mit Lobeshymnen regelrecht zugespammt.

Das wäre vielleicht die Gelegenheit für die Werbeindustrie den “Holy G.” zu vereinnahmen, z. B. für eine “Dreifaltencreme für die Haut ab 400″.

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Weiße Streifenhörnchen

Gestern war der Weltraumpapst inkognito beim “White Stripes” Konzert im Wiener Gasometer, denn er ist ja ein großer Fan von Jackhörnchen und Meghörnchen.

Sein getreuer Mitarbeiter Thalamus hat mal wieder wichtige Informationen unterdrückt, und so ist ihm nicht zu Bewusstsein gelangt, dass seine Eintrittskarte tatsächlich für einen Sitzplatz war, was ja grundsätzlich bei Musikdarbietungen widernatürlich ist (aber wenn sich’s die Klassikfreunde und die vorgeblichen Klassikfreunde bieten lassen, dann ist das natürlich deren Problem).

In diesem Fall befand sich der Platz auch noch ganz rechts außen, und die ohnehin schlechte Akustik im Schasometer war dort schauerlich.

Sie könnten bis ins Extrem gehen um den Sound dieses Konzertes nachzuempfinden, Sie könnten sich aber auch einfach einen beliebigen Konzertmitschnitt vorstellen, der vor 20 Jahren auf einem Diktiergerät aufgenommen wurde.

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